von Balder und Delling
Letzte Woche hat sich Burkhard Garweg im Neuen Deutschland zu Wort gemeldet, und eine kritische Bilanz mit Blick auf die sozialrevolutionäre Linke, RAF und Stadtguerilla vorgelegt. Auch wenn das ND aus welchen Gründen auch immer das Moment der RAF-Kritik in die Überschrift genommen hat, verstehen wir seinen Text eben auf keinen Fall als eine grundsätzliche Kritik im Sinne der Verabschiedung, sondern als den Versuch einer kritischen Auseinandersetzung, die Herausforderungen zu benennen versucht. Dafür danken wir ihm in der Hoffnung, dass er nicht erwischt wird! Wir, das sind einige FreundInnen verschiedener Nach-68er Traditionslinien, die sein Diskussionsangebot – so verstehen wir es jedenfalls – annehmen . Wir danken Burkhard und wollen die Diskussion weiterführen, weil der Kampf weitergeht. Aber damit ist heute eben zunächst mal gar nichts gesagt.
Wir wollen hier nicht die gesamte Rekonstruktion der RAF-Geschichte rekapitulieren, auch hüten wir uns, die Kritik der „Attentatspolitik” aufzunehmen. Das macht Burkhard selber, wir waren kein Teil dieser Politik und werden sie schon deshalb nicht kritisieren. Einen anderen Punkt aber finden wir ausgesprochen bedeutsam und sind da gemeinsam einer Meinung: „Ich sehe in der Geschichte der RAF Mut und Entschlossenheit, etwas zu wagen, zu riskieren und die Unbedingtheit und Ernsthaftigkeit und die Aufgabe eigener Privilegien, die es auch braucht, die Transformation des Elends von Herrschaft und Unterdrückung – mitsamt der Umwälzung von innergesellschaftlichen Machtgefällen – zu erreichen.“ Dieses Moment scheint uns gerade heute unverzichtbar. Der Ekel und die Ablehnung, die Wut auf die real existierenden kapitalistischen Verhältnisse ist der Ausgangspunkt jeden notwendig antagonistischen Verhältnisses zu dieser Welt und dem Verlangen der Freiheit in und von ihr. Und davon gibt es gegenwärtig viel zu wenig. Vor allem unter den Linken. Aber. Es ist eben nur der Ausgangspunkt.
Der moralische Kompass
Einen subjektiven Ausgangspunkt für revolutionäre Politik zu behaupten und zu nehmen, ist eigentlich unverzichtbar. Denn es bedeutet, die eigene Person als Subjekt von Politik zu begreifen, und nicht nur als Exekutor vermeintlicher objektiver Notwendigkeiten zum Bruch mit den globalen Gewaltverhältnissen. Es wird aber dort problematisch, wo dieses Subjekt-Sein nur auf der Ebene des „aufrechten Handelns“ situiert wird, bzw. umgekehrt sein Versagen als Verlust des „moralischen Kompasses“ erscheint. Allzu oft wird das Versagen von bewaffnetem Aufstand und sozialrevolutionärer Praxis nämlich als Verlust und Versagen des moralischen Kompasses der Militanten verstanden. Das scheint uns eine konstitutionelle Schwäche der radikalen Linken in der BRD zu sein.
Gegenwartsanalyse und Subjektivismus
In Bezug auf die Gegenwartsanalyse ist der Text selbst auf gedrehte Art und Weise subjektivistisch, obwohl das – im Gegensatz zur verankerten Politik in den gesellschaftlichen Verhältnissen – kritisiert wird. Zwar wird von Erosion, infernalem Kipppunkt geredet (sozial, ökologisch, militärisch) und die Zentren würden sich zunehmend rechter und autoritärer Mittel bedienen (Autoritarismus, Faschisierung, Krieg), allerdings ist das ja noch keine Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern ein (moralischer) Blick auf die Geschichte, der im Kapitalismus lediglich einen Prozess der immer weiter zunehmenden Gewaltspirale sieht, der den Kampf dagegen lediglich als eine Frage der individuellen und unversöhnlichen (moralischen) Haltung sieht, die sich mit anderen Individuen mit der gleichen Haltung dem entgegenstellt. Das zeigt sich im Text beispielsweise an der Konstatierung der Schwäche der Linken sowohl historisch als auch auf heute bezogen. Warum die Linke schwach war bzw. ist, wird nicht thematisiert, eben lediglich konstatiert. Was dann allzu oft in der Linken auch in die tautologische Vorannahme führt, dass wir zu schwach waren, weil sie stark waren. Eine Erosion der Gesellschaft ist aber eben nicht nur die im Text erwähnte Erosion, sondern muss uns, unser Bewusstsein, gesellschaftliche Kategorien, Begriffe und Ideen mit einbeziehen. Die Linke war und ist nie nur das Gegenüber der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern Teil von ihr. Deshalb ist vielleicht auch die Analyse der gegenwärtigen Verhältnisse, lieber Burkhard, bei Dir nicht stark und präzise genug. Wenn man nur die Katastrophen (zu Recht) anprangert, dann wird einem als Antwort nur der moralische Kompass bleiben. Zuwenig. Die Krise der Politik, ihrer Formen, Begriffe und Vorstellungen, der Krise der Repräsentation, das Ende der Öffentlichkeit auf die auch Ihr Euch noch berufen habt, berufen konntet, die ganze Krise der Vernunft, die viel viel weiter geht, als wir es immer schon zu wissen geglaubt hatten: all das sind Moment der absoluten Schwierigkeit der Bestimmung einer politischen Position, gar einer politischen Praxis. Zwar haben wir gerade gesagt, dass der subjektive Antagonismus zu den herrschenden Verhältnissen unabdingbar ist, wenn er aber in gegenwärtiger linker Politik nur als lächerliches Zerrbild der zwanziger Jahre wie bei den roten Gruppen oder als Haustürwahlkampf wie jüngst in Berlin erscheint, dann wird die Dramatik der politischen Verhältnisse erst deutlich. Vielleicht spiegelt sich deshalb Deine Frage nach dem moralischen Kompass in Deiner allzu oft schablonenhaften Gegenwartsanalyse.
Nochmal: Subjektivismus und Moralität
Genau deshalb wird die richtige Kritik am Subjektivismus selbst zu einem Subjektivismus, weil er wesentliche analytische Schritte überspringt, indem er die “Reinheit” (unsere Worte, nicht Deine) der unterdrückten Subjekte in einen Antagonismus zur Herrschaft setzt, um schnellen Schrittes zum Kampf, zum Primat der Praxis zu kommen, das sich nur vermeintlich in objektiven gesellschaftlichen Verhältnissen gründet. Du rufst all die vermeintlich emanzipatorischen Bewegungen und Erfahrungen auf, die einem so einfallen mögen: „Für die Zukunft revolutionärer Transformation brauchen wir die Erkenntnisse der Geschichte der emanzipatorischen Bewegungen: des Feminismus, des Anarchismus, des Kommunismus, des Antirassismus, der Bewegungen der People of Color, der linken queeren Communitys, der Communitys von Menschen mit Behinderungen und deren Bewegungen für Selbstbestimmung, der sozialrevolutionären und der subkulturellen Bewegungen, der linken-migrantischen Communitys, der migrantischen Geschichte des Widerstandes, des Scheiterns des Realsozialismus und vielen mehr.“ Und dann schließt Du dich vorbehaltslos Caroline von Braunmühl an: „Emanzipation und Revolution sind nur möglich im Neben- und Miteinander unterschiedlicher Kämpfe und in der »Anerkennung der Verschränktheit«. Wir haben nie verstanden, was das, diese „Verschränktheit“ eigentlich genau bedeuten soll, außer, das alles bedetusam gemacht wird. Auch dieser vorschnelle Sprung in die Praxis ist eine altbekannte Figur. Und wer sagt denn, dass nicht mindestens ein Teil der Gruppen, die Du in deiner Aufzählung für emanzipatorische Politik in Beschlag nimmst, nicht einfach nur partikulare Interessenspolitik treiben? Die Aufzählungen sind letztlich analytisch und strategisch unbegründet und eine reine Aufzählung von Identitäten. Zudem lässt es Widersprüche außer Acht: Beispielsweise erwähnst du China nicht als Teil der kapitalistischen Zentren auch die Kräfte bzw. Kapitalfraktionen der kapitalistischen, grünen Modernisierung und die Widersprüchlichkeit der Tech-Konzerne zwischen Trumpismus und Modernisierung bleiben unerwähnt. So verharrt deine Analyse in einer dimitroffschen Idee eines nie wirklich endenden Zyklus von Demokratie – Krise – Faschismus, ohne dabei die von dir genannten Erosionen wirklich als historische Brüche in der westlich-kapitalistischen Moderne ernstzunehmen.
Offenkundig bleibt die Problematik des Subjektivismus eine unerledigte Frage in den Diskussionen über revolutionäre ‚Politik’: „Wie stellt sie (in diesem Fall die revolutionäre Linke, Vf.) sich vor, mehr zu werden, die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen? Zum Erklärungsmuster wird der voluntaristische Subjektivismus, das heißt, dass die Revolution dann stattfindet, wenn die Menschen es wollen. Für die Frage, warum sie es derzeit nicht wollen, bleiben als Erklärung nur Bösartigkeit, Repression und Verblödung durch die Medien und Konsum übrig. Allenfalls kommt noch ein Schuss vulgärmarxistischer Verelendungstheorie hinzu.“ So jedenfalls schrieb es Heinz Schenk schon 1992 in Kritik an den Autonomen. Und obwohl die Post-Autonomen in ihrer Kritik an den Autonomen das Kind mit dem Bad ausgeschüttet haben und nur das ‚post‘ übrig blieb, könnte man noch ergänzen: Zum revolutionären Subjekt werden dann alle übrigen, dh. heute alle nonkonformistischen, bzw. sich selbst als nonkonformistisch bezeichnenden Gruppen und Identitäten erhoben. Das scheint jedenfalls eine verbreitete Figur bei denen zu sein, die aus autonomer Bewegung, Häuserkampf oder AKW-Bewegung kommen und irgendwie immer noch an diesem Gestus hängen. Darum ist der Sprung von einer Kritik der Erfolglosigkeit einer Attentatspolitik zum neuen alten subkulturellen politischen Subjekt auch zu kurz: „»Attentatspolitik« nimmt nur wenige mit und läßt die, die man erreichen möchte, als Zuschauer*innen am Rande zurück. …Ein primäres Ziel revolutionärer Strategie sollte es doch wohl sein, im gesellschaftlichen Kontext das Bewusstsein der Adressaten zu erreichen – jener, die erreicht werden sollen.“ Aber leider bleibt die Frage – wie könnte es auch anders sein – in Deinem Text unbeantwortet, wer denn diejenigen sind, die „erreicht werden sollen“. Die proletarischen Massen wie sie in den siebzigern hießen, wohl nicht, diejenigen, die die Linkspartei gewählt haben, weil ihnen die „soziale Frage“ (ach du Scheiße) bei den anderen Parteien zu kurz gekommen ist, oder weil ihnen doch die Mieten ein wenig zu hoch sind, oder die Queers, die migrantischen Kids, die „Massen“, die wegen der ökologischen Zerstörung des Planeten auf der Flucht sind, wie Du schreibst …? Das Problem hängt nicht einzig an einer möglicherweise falschen Politikform, sondern auch daran, dass wirklich gar nicht klar ist, wer heute eine wirklich andere Welt will, als diese selbstzerstörerische, suizidale Scheiße, in der wir leben. Was also wäre eine Politik, die viele mitnimmt, wer soll denn erreicht werden? Und ist es wirklich an uns, die Vielen mitzunehmen????
Gesellschaft ist Herrschaft
Du sagst: „Doch für den revolutionären Prozess konnte das nicht reichen, denn der entwickelt sich grundsätzlich im gesellschaftlichen Kontext.“ Sicherlich existieren wir nicht außerhalb der Gesellschaft, insofern entwickelt sich unser Denken immer in Gesellschaft und zugleich bleibt unsere Aufgabe, es zu versuchen, über, und das heisst jenseits von Gesellschaft zu denken. Es existiert aber eine zweite und falsche Prämisse im Text: dass revolutionäre Praxis immer gesellschaftlich vermittelt werden muss. Das ist zumindest fragwürdig angesichts der Tatsache, dass Gesellschaft immer bedeutet: bürgerlich, kapitalistisch, demokratisch, rassistisch etc. pp. Angesichts der heutigen Erosionen, wäre es lohnenswert darüber nachzudenken, ob darin nicht ein fundamentales Problem der Linken schon immer steckte. Das Problem, dass sie sich trotz ihres Subjektivismus Politik immer nur als gesellschaftlich vermittelt vorstellen kann und sich damit notwendigerweise an all das aktiv binden muss, was sie zumindest von der Idee her ablehnt bzw. ablehnen sollte. Aber ist eine Praxis, ein Leben möglich, das sich ‚Politik‘ jenseits der Gesellschaft denken kann, vielleicht sogar für notwendig erachtet?
Subjektivismus und historisches Moment
Außerdem zeigt sich der Subjektivismus in der Formulierung, dass ein historischer Moment möglich ist: Warum? Weil wir es wollen? Der Wille allein reicht nicht und kann auch nicht durch subjektivistisches “halten des Niveaus” oder “mit dem Kopf durch die Wand” erreicht werden, wie es vor allem aus einigen Teilen des anarchistischen Spektrums vorgeschlagen wird.
Wie wäre es stattdessen, wenn wir das zugegebenermaßen waghalsige Experiment angehen, das Primat der Praxis strategisch von den Gefilden der Politik und der gesellschaftlichen Emanzipation zunächst zu trennen und daran arbeiten, es in der Theorie und Ethik neu zu begründen. In einem zweiten Schritt (mit der nötigen Geduld, Ernsthaftigkeit und Tiefe und der Lage der Welt angemessen schnell) wäre es dann notwendig wieder in den politischen Bereich, der dann etwas anderes bedeuten würde, vorzudringen. Wir schlagen also vor, der Falle des Subjektivismus dadurch aus dem Weg zu gehen, dass wir zunächst einmal von der Unmöglichkeit von Politik ausgehen und so den Kurzschluss zwischen existentieller Empörung und gegenwärtig zwangsläufig unzulänglicher politischer Praxis und Vermittlung vermeiden.
Denn wenn Politik nicht mehr möglich ist und uns damit das Wahre, das Gute, das Schöne versperrt ist, um in der philosophischen Sprache Alain Badious zu bleiben, dem der folgende Gedanke entlehnt ist, dann stellt sich die existentielle Frage wo dieses Wahre, das Gute, das Schöne noch zu finden ist (denn auch die Liebe, die Kunst und die Wissenschaft sind es nicht mehr). Eine mögliche Antwort darauf wäre, es in unserer menschlichen Existenz selbst zu suchen, in dem Drang zur Freiheit, an dem Punkt, wo wir uns intuitiv gegen gesellschaftliche Normen (die sinnvollen oder sinnlosen) stellen. Damit dies nicht in das Recht des Stärkeren führt, und da uns die Politik verwehrt bleibt, müssen wir diesen Existenzkampf ethisch begründen. So konkret, dass wir KommunistInnen werden können und so abstrakt, dass wir nicht wieder zu politischen Linken werden. Es würde also darum gehen, eine Lebensform zu entwerfen, die sich diese Freiheit rücksichtslos gegenüber den herrschenden Verhältnissen nimmt, um gut zu leben und nicht um neue Regeln aufzustellen, ‚die Anderen‘ zu adressieren oder mit dem Kopf voran gegen den militärisch hochgerüsteten und spektakelhaften Kapitalismus anzurennen. Als existentielle Lebensform wäre sie damit auch verallgemeinerbar für alle Anderen aber eben ohne den imperialen Anspruch der Politik. Es würde einerseits ermöglichen unsere Emotionen freizusetzen, die durch die artifizielle Triebbefriedigung der (Sozialen) Medien verschüttet sind und uns vielleicht wieder der Liebe und dem Zorn näher bringen, somit von Identitätsterror und Ressentiment befreien. Stattdessen wäre der Raum für Praxen der Rache und der Kommune eröffnet. Andererseits ermöglicht solch eine existentielle Lebensform die Begegnung mit anderen Menschen , da sind wir ganz bei dir Burkhard, die diese Unversöhnlichkeit bereits leben oder suchen, die man gemeinsam kultivieren kann. Diese Menschen werden wir aber nicht anhand einer identitätspolitisch erweiterten polit-ökonomischen Analysekategorie finden, wie sich offensichtlich am 1. Mai oder am 8. März zeigt, sondern an den Rändern der Gesellschaft. Und damit ist nicht der klassische Rand gemeint, sondern der Rand, wo sich Menschen aktiv der Gesellschaft verweigern, ob im Modus der inneren Migration, der Kommune, des zornigen Aufstands oder des schlafwandlerischen Tagträumers. Das ist gar nicht so absurd. Im eigenen Leben, in den Parks und auf der Strasse, in den Revolten und Aufständen der letzten Jahre ist das doch immer wieder spürbar gewesen.
Diese Überlegungen kommen selbstverständlich nicht aus dem Nichts, sondern sind eben Gedanken, die sich in den gesellschaftlichen Verhältnissen gründen und unserer Meinung nach die Notwendigkeit des Subjektivismus mit einem gefüllten Begriff des ‚Historischen Moments‘ und einer kritischen Gesellschaftsanalyse verknüpfen. So schreibt Sebastian Lotzer1 richtigerweise, dass es zum einen in den letzten 15 Jahren eine reichhaltige Diskussion gegeben hat, die vom “Kommenden Aufstand” des Unsichtbaren Komitees, über „Riot.Strike.Riot: The New Era of Uprising“ von Joshua Clover über „There is No Unhappy Revolution: The Communism of Destitution“ von Marcello Tarí, reichte, um nur drei relevante Überlegungen zu nennen, die exemplarisch für die global geführte Debatte auch unter Nicht-Literaten, stehen. Zum anderen erwähnt Sebastian Lotzer auch den sogenannten “arabischen Frühling”, die lange Abfolge der weltweiten Revolten, die Bewegung der Gilets Jaunes “im Herzen der Bestie” und die Entdeckung und theoretische Unterfütterung der “Non-Bewegungen”. In diesem vielleicht unverbunden und zu verschieden scheinenden Gemenge von Debattensträngen und Revolten verläuft der historische Moment, existieren die unversöhnlichen Subjekte und die Wahrheit der gesellschaftlichen Verhältnisse.
Wir wünschen dir und euch allen auf der Flucht und in den Gefängnissen alles Gute der Welt. Danke für deinen Text.
1https://non-milleplateaux.de/wurmlocher-des-antagonismus-part-i-polykrise-und-hybris/